Die Entscheidung, ob ein einstufiges oder mehrstufiges Verdampfungsverfahren geplant wird, hängt im wesentlichen von Produkteigenschaften, Anlagen-Randbedingungen und wirtschaftlichen Anforderungen ab. Typische Auswahlkriterien sind für den...
mehrstufigen Prozess
- wirtschaftliche Ausnutzung von Betriebsmitteln bei grossen Anlagenkapazitäten und/oder hohen Eindampfraten,
- Mehrzweckanlagen, die stufenweise spezielle Betriebsbedingungen erfordern.
Sind hohe Eindampfverhältnisse erforderlich, wird das konzentrierte Produkt zähflüssig oder neigt zum Belegen der Heizflächen, bzw. wird temperaturempfindlich in der konzentrierten Phase, kann durch geeignete Kombination von Röhren- und Plattenverdampfern und den Buss-SMS-Canzler Dünnschicht- oder Kurzwegverdampfern die grösstmögliche Flexibilität für den Prozess realisiert werden.
Verfahrensfließbild
Brüdenverdichtung
Mit Hilfe der Brüdenverdichtung kann der Heizdampfbedarf für Verdampferanlagen deutlich verringert werden. Die erzeugten Dämpfe werden verdichtet und zur Beheizung des Prozesses wieder verwendet, wobei insgesamt eine Reduzierung der Betriebsmittel erzielt wird. Die Brüdenverdichtung beschränkt sich allgemein auf Produkte mit geringer Siedepunktserhöhung bei der Verdampfung.
- Thermische Brüdenverdichtung (TBV)
- Mechanische Brüdenverdichtung (MBV)
Einsatzgebiet der TBV ist nahezu ausschliesslich die Verarbeitung wässriger Lösungen, da sich die Produktdämpfe mit dem Treibdampf vermischen.
Dieser Beschränkung unterliegt die MBV nicht. Besonders wirtschaftlich ist die MBV, wenn preiswerte elektrische Energie zur Verfügung steht.