
INDUTHERM® - Induktive Beheizung von Verdampfern und Trocknern
Dünnschichtverdampfer, -trockner und Kurzwegverdampfer arbeiten alle auf der Basis der Produktbehandlung in dünner, turbulenter Schicht. Das besondere an diesen Dünnschichtapparaten ist die mechanische Einrichtung (Rotor), die als integraler Bestandteil die dünne Produktschicht erzeugt und beeinflußt. Das Produkt wird von den Rotorelementen ergriffen und als dünner Film von großer Turbulenz über die Heizwand ausgebreitet. (Abb. 1) Durch die geringe Filmdicke (ab 0,5 mm) wird ein intensiver Wärme- und Stoffaustausch erreicht und die flüchtigen Komponenten können schnell verdampfen. Damit haben sich Dünnschichtapparate zu einer allgemein anerkannten Lösung von meist schwierigen, anspruchsvollen Verarbeitungsproblemen auf den Gebieten Destillation, Konzentration, Entgasung, Trocknung, Kühlung und Reaktion entwickelt. Es werden in den chemischen, pharmazeutischen, Lebensmittel- und Polymer-Industrien vor allem Produkte verarbeitet, die anderweitig nicht wirtschaftlich und betriebssicher behandelt werden können.
Bei gängigen Dünnschichtapparaten wird die Energie in der Verdampfungszone über einen Heizmantel zugeführt. Dieser Mantel ist je nach Wärmeübertragungsmedium entweder als Doppelmantel oder bei höheren Auslegungsdrücken für Dampfbeheizung als Warzenmantel oder mit aufgeschweißten Halbrohren ausgeführt. 
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Produktfilm in einen Dünnschichtverdampfer |
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Vorteile der induktiven Beheizung
Dünnschichtapparate mit induktiver Beheizung werden ohne Heizmantel in der Verdampfungszone ausgeführt. Die Wärme wird induktiv in der Apparatewand erzeugt. Dazu sind Spulen direkt auf die Apparatewand gewickelt. Es sind Heiztemperaturen bis zu 500 °C möglich und neue Anwendungen können erschlossen werden. Alle zylindrischen und konischen Dünnschichtapparate können auf diese Weise beheizt werden.
Die induktive Beheizung ist aber auch dort eine Alternative, wo nur für einen Dünnschichtapparat in der letzten Stufe eines Prozesses HT-Öl benötigt wird. Sofern kein HT-Öl am Aufstellungsort vorhanden ist und eigens eine neue Anlage zu beschaffen ist, hat eine induktiv beheizter Dünnschichtapparat folgende Vorteile:
- Hohe Betriebssicherheit (keine rotierenden Teile, wie z. B. Pumpen, keine Ölleckagen)
- Einfache Installation (nur Schaltschrank bauseits)
- Geringerer Platzbedarf (keine Versorgungsleitungen, kein Thermalölaggregat)
- Keine Abnahmepflicht wegen Wegfall des Doppelmantels; es sei denn, der Prozessraum ist abnahmepflichtig
- Schnellere Aufheizzeit
- Hohe spezifische Heizleistung
- Höherer Gesamtwirkungsgrad durch Entfall von Abstrahlungsverlusten bei Betriebsmittelleitungen und das Thermalölaggregat
- Sehr genaue Temperatureinstellung und -regelung
- Wegfall von umwelt- und sicherheitstechnischer Einrichtung in Bezug auf Thermalöl
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Funktionsprinzip
Bei der elektrischen Induktionsheizung mit Netzfrequenz wird die elektrische Energie durch Spulen induktiv in die Wand des Behälters bzw. Verdampferkörpers übertragen und dort in Wärme umgesetzt. Als Induktionsfrequenz werden die Frequenzen der üblichen Versorgungsnetze, 50 oder 60 Hz, verwendet.
Die Spulen werden direkt auf den Verdampferkörper gewickelt. Kein Heizmantel. (Abb. 2)
Es können nahezu alle elektrisch leitenden Metalle induktiv erwärmt werden. Der technische Einsatz setzt jedoch voraus, daß Netzfrequenz mit gutem Wirkungsgrad und cos.phi angewendet werden kann. Dies ist dann der Fall, wenn der Verdampferkörper aus magnetischem Eisen (Vollmaterial oder mit Edelstahl plattiert) hergestellt ist.
Der Anschluß der Induktionsheizung erfolgt direkt an Drehstrom. Abgesehen von einigen Grenzfällen kann die Induktionsheizung ohne Zwischenschaltung eines Transformators an das Versorgungsnetz angeschlossen werden. Bei größeren Apparaten werden mehrere, getrennt regelbare Spulen eingesetzt.
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Leistungsdaten
Heiztemperatur im Dauerbetrieb: 100 - 500 °C
Regelgenauigkeit im Dauerbetrieb: ± 3 °C
Spezifische Heizflächenbelastung: bis 60 kW/m 2
Wirkungsgrad: ca. 93 %
Schutzart: IP 54 (Ex-Schutz optional) 

Standard-Lieferumfang
Induktive Heizanlage, bestehend aus:
- Wandspule(n), elektrisch isoliert,
- Magnetische Abschirmbleche
- Stromanschlußkästen mit Kabelanschlußstutzen
- Zubehör zur Befestigung der Spule auf dem Verdampferkörper
- Verbindungsleitungen zwischen Spule und Stromanschlußkasten
Schaltschrank in Schutzart IP 54, komplett verdrahtet mit folgenden Bauteilen:
- Schalt- und Steuergeräte, Schütze, Sicherungen
- Stromwandler
- Anzeigegeräte
- Bedienungsschalter, Meldeleuchten und Signalhupe.
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